Die Praxis Medizinisches Angebot Heilmassagen Gästebuch Jobs Links

Eisensubtitution

Eisenmangel- ein gewichtiges Thema

Als Allgemeinmediziner und Mikronährstofftherapeut behandle ich in meiner Praxis neben dem Mangel an Vitaminen, Mineralien und essentiellen Aminosäuren auch immer häufiger den Mangel an Eisen.
Die häufigsten Symptome des Eisenmangels sind Müdigkeit, Leistungsknick, Haarausfall, Nagelveränderungen und Mundecken. Weitere Symptome, die seltener mit Eisenmangel assoziiert werden, sind demenzielle Symptome bei älteren Menschen, psychische und physische Entwicklungsstörungen im Kindesalter, Wochenbettdepression, Leistungsknick bei Sportlern, erhöhte Infektanfälligkeit, Muskelkrämpfe, trockene Haut, Libidoverlust usw.
Mit einer einfachen Blutabnahme lässt sich rasch ein Eisenmangel diagnostizieren und eine Eisensubstitution etablieren. Bei einem ausgeprägten Mangel, frustraner Eisentablettenkur oder bei gewissen Grunderkrankungen biete ich in meiner Ordination auch Eiseninfusionen an.

Eisen dient nicht nur dem Sauerstofftransport, sondern übernimmt auch andere lebensnotwendige Funktionen in unserem Körper. Es ist beteiligt an antioxidativen Vorgängen, Entgiftungsprozessen, Energiegewinnung, Produktion von Hormonen und Neurotransmittern, Kollagensynthese (Regeneration von Knorpel, Knochen und Bindegewebe) und Schutz vor Gefäßverkalkung.

Der erhöhte Bedarf an Eisen kann unterschiedliche Ursachen haben. Hoher Verlust kann durch Gastrointestinale Blutungen oder auch verstärkte Menstruationsblutungen bedingt sein. Durch das schnelle Wachstum in der Schwangerschaft, Kindheit und Jugend steigt ebenfalls der Eisenbedarf an. Ein weiterer Grund kann die gestörte Aufnahme von Eisen sein z.B. bei einer chron. Gastritis, Zöliakie oder chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Als Ernährungsmediziner möchte ich auch auf den Ernährungsaspekt eingehen. So können gewisse Nährstoffe die Aufnahme von Eisen hemmen wie zum Beispiel oxalsäurehaltige (z.B. Spinat, Rhabarber), phosphathaltige (z.B. Cola, Wurstwaren) und gerbsäurereiche (z.B. Kaffee, schwarzer Tee) Lebensmittel. Dagegen sind Fleisch, Gemüse, Sojabohnen, Weizenkeime, Linse, Hirse und Haferflocken wichtige Eisenlieferanten.

Meine Empfehlung ist: Nutzen Sie noch diese Woche die Möglichkeit, Ihren Eisenspiegel überprüfen zu lassen.